Die richtige Musik für die Trauerfeier

lps/Mo. Bei kirchlichen Beerdigungen wird traditionell die Orgel gespielt. Seit dem 16. Jahrhundert ist sie das beherrschende Instrument in den Kirchen. In Friedhofskapellen und Trauerhallen stehen oftmals ein Keyboard oder ein Harmonium und in der Kirche oder Kapelle eine Pfeifenorgel zur Verfügung. Viele passende Stücke und Notensätze sind für die Orgel komponiert worden.
Trotzdem ist es nicht zwingend verpflichtend, Orgelmusik spielen zu lassen. Vielmehr kommt es auch auf die Wünsche des Verstorbenen an. Vielleicht beherrscht ja auch einer der Gäste ein Musikinstrument, wobei die Darbietung durchaus nicht perfekt sein muss.

Auch der Einsatz von Tonträgern ist nicht grundsätzlich auszuschließen. Doch wann kommt während der Trauerfeier die Musik zum Einsatz? Zu Beginn ertönt die Musik zur Einstimmung für die Trauerfeier. Während des Verlaufs erklingen Lieder zur Besinnung und zur Erinnerung an den Verstorbenen. Am Ende erfolgt die Musik zum Auszug aus der Kirche. Ohne Musik ist eine Trauerfeier kaum vorstellbar. Sie wirkt beruhigend und tröstend und die Gedanken können dabei meditativ schweifen. Mithilfe der Musik werden Erinnerungen wieder wach und durch ihre Beendigung findet man wieder in die Gegenwart zurück.

Im Moment der Musik sind die Trauernden miteinander und mit dem Toten verbunden. Schön ist eine Einleitung durch ein Instrumentalstück, welches auch nach einer Ansprache passt, um die gesprochenen Worte nachwirken zu lassen. Ausgewählte Lieder sind immer eine Aussage, weshalb sie nicht nur musikalisch, sondern vor allem auch inhaltlich bedeutsam sind. Wichtig ist, die Stücke an den Stellen zum Tragen zu bringen, an der sie auch passen.
Das betrifft nicht nur die Gesangsstücke, sondern auch die von der Trauergesellschaft gesungenen. Allerdings soll die Musik nicht die Trauer stärker werden lassen, sondern eine tröstende Funktion aufweisen.

BU: iStockPhoto.com

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